Vivere l'Italia - Italien erLeben. Ein persönlicher Reiseführer

 

 

Reisebericht Umbrien und Toskana 2007

11. Tag: Dienstag, 14/08/2007

Ausschlafen.

Statt dem geplanten Besuch eineiger der zahlreichen etruskischen Nekropolen machen wir eine kleine Rundfahrt: Über S. Martino sul Fiora nach SATURNIA, wo wir auf dem Hauptplatz auf einer kleinen Bank ein provisorisches Mittagessen zu uns nehmen: schiacciatine und Coca Cola. Nach Besichtigung der Via Clodi und der antiken Porta Romana geht es runter ins Tal, ins Getümmel. Schließlich wollen wir einen Blick auf die berühmten CASCATE DI SATURNIA  werfen, wo auch eine der wichtigen Szenen in Ammanitis Ti prendo e ti porto via ("Weg von hier") spielt.

Bei den cascate handelt es sich um 37 Grad warme Wasserfälle, die in Kaskaden durch natürlich Sinterbecken ins Tal fallen. Sehr schön.
Schade nur, dass es hier von nackten Leibern (im Bikini bzw. in der Badehose) nur so wimmelt. Wo es an Land noch freie Plätze gibt, verkaufen Schwarzafrikaner ihre Waren, ansonsten überall Handtücher, Sonnenbadende. Und in den Becken geht es genauso zu, überall versuchen Menschen, einen Platz zu ergattern, um die heilende Wirkung des Wassers genießen zu können. Wir schauen, staunen, fotografieren; dann ziehen wir weiter.

Cascate di Saturnia

Die berühmten Wasserfälle von Saturnia, mit warmem Thermalwasser

Cascate di Saturnia

Aus der Ferne: Wasser und Leiber

Die Fahrtstrecke bleibt schön, in vielen Kurven und ein paar Geraden geht es über Manciano, welches wir allerdings rechts liegen lassen, und über Pitigliano zurück zum Cavone.
Wo gegen halb sieben der Grill angeschmissen wird. Unter großer Anteilnahme von Katzen, Hunden, Wespen und Fliegen grillen wir lecker Fleisch. Nicht mit Holzkohle, sondern direkt mit Holz. Lecker!

Abends machen wir noch einen Abstecher nach SORANO, wo High Life herrscht. Die Altstadt wird vom Trödel- und Kunstmarkt beherrscht, die Massen ziehen durch die Gassen, die Parkplätze sind sämtlich belegt.

Sorano

Festliche Stimmung in Sorano am Vorabend von ferragosto

Sorano ist weniger bekannt als Pitigliano, aber fast attraktiver (zumindest im Inneren), da deutlich verwinkelter und viel steiler in seinen Gassen. Überall geht es hoch oder runter, nur "eben" kommt kaum vor.
Von außen ist Sorano halt nicht so spektakulär wie Pitigliano, aber die Straße von Sovana nach Sorano ist fast ebenso atemberaubend wie die von Sovana nach Pitigliano.
Immerhin, jede der drei Città del Tufo hat ihren ganz eigenen Charakter und es lohnt der Besuch aller drei Orte. Und auch die Landschaft, in die die drei Städte eingebettet sind, ist spektakulär. Dieser südlichste Teil der Toskana ist einer der ärmsten, die Böden sind karg, Landwirtschaft sehr mühselig. Aber er ist definitiv eine der schönsten Ecken Italiens!

Jetzt müssen wir uns Sovana und Sorano nur noch bei Tag anschauen.

Damit uns der Abschied von Sorano leichter fällt, gibt es noch Crepes mit Nutella. Schließlich haben wir ja noch nicht gegessen.....

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